Jüdisches Leben in der Wetterau heute

Ausheben der Tora (Foto: Wetterau-Museum, Studio Jemanda Photography)

Ausheben der Tora (Foto: Wetterau-Museum, Studio Jemanda Photography)

Als Beitrag zum Festjahr „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ richtet die neue Ausstellung "Jüdisches Leben in der Wetterau heute" im Wetterau-Museum in Friedberg den Blick auf das jüdische Leben heute. Wo artikuliert sich jüdisches Leben, wo wird es sichtbar, wo steht es in der heutigen Gesellschaft?

Diesen und anderen Fragen geht die Ausstellung nach und versucht, mit Objekten, Fotografien und Texten etwas vom jüdischen Leben in der Wetterau heute zu zeigen. Der zentrale Ort für die Wetterau ist die Jüdische Gemeinde Bad Nauheim mit der 1927–29 erbauten Synagoge, in der unmittelbar nach der Befreiung 1945 wieder Gottesdienste stattfanden, während im benachbarten Friedberg nach der Auslöschung der jüdischen Gemeinde 1942 nicht mehr an das über 700 Jahre währende jüdische Leben angeknüpft werden konnte. Heute besuchen Jüdinnen und Juden aus Friedberg ebenso wie aus anderen Orten der Wetterau die Bad Nauheimer Synagoge.

Das Wetterau-Museum in der Haagstraße 16, in Nachbarschaft zur Stadtkirche blickt auf eine über 100-jährige Sammlungsgeschichte zurück und versteht sich heute als ein lebendiges Museum für Friedberg und die Wetterau. Es empfängt seine Besucher dienstags bis freitags 9-12 und 14-17 Uhr, samstags 14-17 Uhr, sonntags sowie feiertags 10-17 Uhr.

Die Ausstellung "Jüdisches Leben in der Wetterau heute" läuft noch bis zum 26. März 2023.

Weitere Informationen: Wetterau-Museum

veröffentlicht am: 04. Mai 2022