Ein UNESCO-Welterbe in der Wetterau

Der Obergermanisch-Raetische Limes

Der Obergermanisch-Raetische Limes ist das größte und bekannteste Bodendenkmal Deutschlands. Der durch Hessen verlaufende Limes-Abschnitt ist 153 Kilometer lang. Mit 41,6 Kilometern besitzt der Wetteraukreis einen der größten Streckenabschnitte im Land. In der Wetterau verläuft der Limes in einer markanten und charakteristisch nach Norden gerichteten Ausbuchtung. Den Verlauf des Limes finden Sie hier.

Nachdem am 15. Juli 2005 der Obergermanisch-Raetische Limes in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen worden war und damit die höchste internationale Auszeichnung erhielt, erlangten 13 Kommunen im Wetteraukreis Anteil am Welterbe: Rosbach v.d. Höhe, Friedberg, Ober-Mörlen, Butzbach, Münzenberg, Nidda, Echzell, Reichelsheim, Florstadt, Altenstadt, Limeshain, Bad Nauheim und Wölfersheim.

In der Wetterau finden sich zahlreiche römische Zeugnisse. Insgesamt 72 Turmstellen, 16 Kleinkastelle und 7 Kastelle sind bekannt, einige von ihnen wurden in Limes-Projekten rekonstruiert und für interessierte Besucher erschlossen. Ergänzend sind noch zwei Signaltürme im Hinterland zu nennen, auf dem Johannisberg in Bad Nauheim und bei Wölfersheim-Wohnbach.

Im Vorfeld der UNESCO-Antragstellung wurde der aktuelle Zustand des Limes von der Landesarchäologie aufgenommen und ein Limesentwicklungsplan Hessen erstellt. Er dient als Leitlinie für den Umgang mit dem zum Welterbe erhobenen Bodendenkmal.

Neben der Bewahrung stellen sich die Aufgaben „Forschung“, „Präsentation“ und „Erschließung“. Ein besonderer Fokus liegt hierbei in den letzten Jahren auf den Punkten Präsentation und touristische Erschließung. Im Wetteraukreis sind zahlreiche touristische Limes-Projekte durchgeführt worden.

Zur Epoche der Römer.

Broschüre "Die Römer entdecken!"

Ausflugsziele in der Wetterau

Weitere Infos und Details finden Sie in der Broschüre „Die Römer entdecken – Ausflugsziele in der Wetterau“. 135 Seiten, 12x21 Zentimeter, broschiert. Sie ist kostenfrei erhältlich beim Wetteraukreis Fachbereich Regionalentwicklung und Umwelt sowie bei weiteren Akteuren.