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Gestaltungselemente machen den Limes sichtbar

Holzstelen bei Erlensee. Im Gegensatz zu ihnen werden die Holzstelen an der Regionalpark Limesroute nicht eckig sondern rund sein (Foto: Stefan Cop)

In den kommenden Wochen wird die Regionalpark Limesroute von Großkrotzenburg im Main-Kinzig-Kreis bis nach Echzell im Wetteraukreis gestaltet. Die rund 40 Kilometer lange Route verbindet die beiden Limesinformationszentren miteinander. "Mit verschiedenen Elementen zum Beispiel Holzstelen oder Limesfenstern wollen wir gemeinsam mit dem Main-Kinzig-Kreis den Limes erlebbar und sichtbar machen“, sagt Kreisbeigeordneter Matthias Walther.

Bis Ende 2018 wurde im Wetteraukreis der Limesradweg in Altenstadt, Florstadt, Reichelsheim und Echzell im Streckenverlauf neu ausgewiesen und beschildert, etliche Teilstrecken wurden neu ausgebaut, Brückenbauwerke erneuert oder ertüchtigt. Nun wird der Radwegeverlauf zwischen Großkrotzenburg und Echzell als Regionalparkroute gestaltet.

Die Römer hatten den 550 Kilometer langen Obergermanisch-Raetischen Limes als durchgängige Grenzanlage errichtet, mit Palisaden, Wällen, Gräben, Wachttürmen und Kastellen, die sie vor den germanischen Völkern schützen sollten. 2005 wurde der Limes zusammen mit dem Hadrians Wall in Großbritannien in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.

„Zwischen den beiden Limesinformationszentren Echzell und Großkrotzenburg sieht man von dem bedeutenden Bodendenkmal leider nur noch wenig. Entweder nur in kurzen Abschnitten als unscheinbarer Wall im Wald oder als ausgegrabene Fundamentreste von Kastellmauern oder Wachttürmen“, bedauert Kreisbeigeordneter Matthias Walther. „Mit einfachen aber markanten Elementen wollen wir nun gemeinsam mit dem Main-Kinzig-Kreis und dem Regionalpark RheinMain den Verlauf der alten römischen Grenze sichtbar und erlebbar machen. Ich freue mich sehr über diese gelungene kreisübergreifende Zusammenarbeit.“

Limesfenster, weiße Holzstelen und Rotbuchen

Das Konzept des Kasseler Landschaftsarchitekturbüros plan etage sieht vor, den historischen Limesverlauf in der Landschaft wieder sichtbar zu machen. Dazu werden entlang des Limesverlaufs weiß gestrichene Holzstelen in Reihe oder einzeln stehend errichtet, in den Waldgebieten werden Altbäume, überwiegend Rotbuchen, die auf der Limesstruktur wachsen, im Stammbereich bis zu einer Höhe von 3,50 Meter weiß angestrichen.

Als weiteres Gestaltungselement werden einzelne Baumreihen als Säulenbäume in geringer Stückzahl angepflanzt. In jedem der beiden Landkreise werden entlang der Regionalparkroute abseits des Limes außerdem vier sogenannte „Limesfenster“ installiert. Durch diese Fenster kann der historische Limesverlauf in der Landschaft fokussiert und visualisiert werden.

Die Planung für die Konzeption wurde durch die hessenARCHÄOLOGIE unterstützt und fand breite Zustimmung. Der Wetteraukreis und der Main-Kinzig-Kreis haben sich mit der Regionalpark RheinMain-Dachgesellschaft zusammengeschlossen, um die Trägerschaft der neuen Regionalparkroute für ihr Territorium zu übernehmen und durch eine gemeinsame Ausschreibung unter der Federführung des Wetteraukreises, den Auftrag an eine Landschaftsbaufirma zu vergeben.

Um die Gleichmäßigkeit der Gestaltungselemente zu gewährleisten, wurde die Firma Mende, Garten- und Landschaftsbau, Brachttal, mit den Gestaltungsmaßnahmen beauftragt. Die Geländearbeiten entlang der 40 Kilometer langen Strecke sollen bis Ende Mai abgeschlossen sein.

veröffentlicht am: 03.04.2019

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