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Museum ist langweilig? Nicht die Keltenwelt am Glauberg

Von links: Museumsleiterin Dr. Vera Rupp, Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch und der Glauburger Bürgermeister Carsten Krätschmer.

Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch besuchte kürzlich gemeinsam mit Bürgermeister Carsten Krätschmer die Keltenwelt am Glauberg. Museumsleiterin Vera Rupp führte die beiden Politiker durch die Ausstellung und erläuterte die Ansätze der Museumspädagogik der Keltenwelt.

„Die Keltenwelt am Glauberg ist museumspädagogisch sehr gut aufgestellt. Lernen durch Begreifen, durch Selbermachen und durch Ausprobieren. Das finde ich klasse“, sagt Stephanie Becker-Bösch nach einem kurzen Rundgang.

Die Angebote der Museumspädagogik für Gruppen sind nach Altersstufen konzipiert, von Kita-Kinder über die Jahrgangsstufen eins bis vier und ab der fünften Klasse. Kindgerecht werden die verschiedenen Themen aufbereitet.

Doch auch mit der Familie kann der Besuch der Keltenwelt für die Kinder ein Erlebnis werden. Die Kinder können das keltische Comic-Völkchen bei ihren Abenteuern begleiten und an Forschercomputern zu echten „Keltenwelt-Experten“ werden.

Die faszinierende Sandsteinstatue des Keltenfürsten zieht alle Blicke magisch an. Doch über der imposanten Erscheinung sollten die anderen Exponate nicht übersehen werden, hier gibt es an jeder Ecke etwas zu entdecken. Was war wohl in den beiden großen Schnabelkannen einmal drin gewesen? Hatte der Keltenfürst eine Frau? „Eltern sollten mit ihren Kindern die Keltenwelt unbedingt besuchen und versuchen gemeinsam die Rätsel der Kelten zu lösen“, empfiehlt die Sozialdezernentin. Für die Erwachsenen gibt es eine neue multimediale Installation, direkt vor dem großen Panoramafenster des Museums. Mit einem einfachen Druck auf das Bedienungstableau verschwindet die Landschaft und taucht als Landschaftszeichnung zu keltischen Zeiten, wieder auf. 7000 Jahre Siedlungsgeschichte, die immer wieder neue Rätsel aufgibt. „Wir sind gespannt auf die kommenden Grabungen hier am Hügel, die uns in unseren Forschungen hoffentlich ein Stück weiterbringen werden“, erklärt Vera Rupp die Grabungsplanungen.

Das Museum wurde 2011 eröffnet als Teil der Keltenwelt am Glauberg, die außerdem ein Forschungszentrum und einen großen Archäologischen Park enthält. Im Park befinden sich ein rekonstruierter Grabhügel, mysteriöse Wall-Grabensysteme und Wehranlagen aus frühkeltischer Zeit.

„Leider hat mir Vera Rupp auch heute nicht verraten ob der ‚Keltenfürst‘ wirklich so große Ohren hatte“, lacht Stephanie Becker Bösch zum Abschied. „Dieses Geheimnis können nur die Kinder hier im Museum aufdecken.“

Die Öffnet externen Link in neuem FensterKeltenwelt am Glauberg hat auch an den Osterfeiertagen geöffnet.

veröffentlicht am: 31.03.2017

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